Wenn wir es uns im Herbst und Winter mit der deftigen Küche gut gehen lassen, beginnt für die heimische Tierwelt eine Zeit des Darbens. Da nun aber weniger die Rehe durch unsere Hansestadt ziehen, aber vielmehr Vögel zu unseren Mitbewohnern zählen, möchten wir als Lebensmittelhandel auch Ihnen einen genussvollen Winter bereiten.
Hilft den Vögeln, macht glücklich
Vögel bringen ein schönes Stück Natur in unsere Stadt. Wer dafür dankbar ist, kann dies zeigen, in dem er die Tiere im Winter etwas unterstützt – natürlich in angemessenem Abstand. Gerade jetzt können Vogelhäuschen ein geselliges und geschütztes Refugium bieten. Das Füttern mit geeigneten Samen, Kernen und Flocken bringt sie sicher durch die Zeit, in der es an selbigem mangelt.



Ob im Garten oder auf dem Balkon, sind Vogelhäuschen mit Futterangebot einfach anzubringen. Flattern dann die kleinen Federbälle um das Angebot, bietet sich dem Betrachter meist ein Bild, das glücklich macht — ob m Sonnenschein oder im kalten Novembergrau. Dabei gilt es ein paar Kleinigkeiten zu beachten, das beide Partein das richtig auskosten können.
Worauf zu achten ist



- Hängen Sie die Nisthilfen, Futterhäuschen und das Futterangebot nicht zu nah an ihre eigenen vier Wände. Ein paar Meter Abstand sollten es möglichst sein.
- Bringen Sie alles so an, das Raubtiere keine Chance haben, an die Vögel heranzukommen – frei hängend, hoch genug.
- Achten Sie auf das richtige Futter. Der NABU gibt hierzu konkrete Hilfestellung
– es gibt Weichfutterfresser wie Star, Rotkehlchen, Amsel und Zaunkönig
– es gibt Körnerfresser wie Sperlinge, Finken und Ammern
– es gibt flexible Arten, die nicht so spezialisiert sind, z. B. Meisen, Spechte und Kleiber - Zu den bedenklosen Lebensmitteln gehören Sonnenblumenkerne, Haferflocken, kleineren Sämereien wie Leinsamen oder gehackte heimische Nusssorten – die Vögel picken sich ihre jeweiligen Rosinen heraus
- Grundsätzlich als Futter ungeeignet sind alle gewürzten und gesalzenen Speisen. Auch Brot ist nicht zu empfehlen, da es im Magen der Vögel aufquillt.



Vogelfutterglocke bauen – so sinnvoll wie simpel
Was man sonst noch braucht – außer des Futters – sind Pflanzenfett (z.B. Kokosfett), Pflanzenöl, Kokosstrick ca. 65 cm, Ton-Blumentöpfe (Durchmesser bis max. 15 Zentimeter), Tannenzweig, Kochtopf, Holzlöffel, Esslöffel, Schere und Bindedraht.

Vorbereitung: Den Strick durch das Loch im Blumentopf führen. Damit man die Futterglocke später gut aufhängen kann, empfiehlt es sich den Strick ab Loch nach oben 50cm überstehen zu lassen. Am breiten Blumentopfende sollten dann knapp 15 Zentimeter heraushängen.
Anleitung:
- Das Pflanzenfett langsam und vorsichtig in einem Topf erhitzen (nicht kochen lassen).
- Wenn es geschmolzen ist, ca. 3 Esslöffel Pflanzenöl hinzugeben.
- Nun Körner, Samen und Nüsse hinzugeben (gleiche Menge Fett und Samen/Körner).
- Für die Körner- und Allesfresser eine reichlich Menge des Körner-Mix hinzugeben. Für die Weichfutterfresser können noch zusätzlich Weizenkleie und Beeren hinzugefügt werden. Hier empfiehlt sich das Mischungsverhältnis 1:1 von Fett und Korn.
4. Gut umrühren, alle Körner müssen benetzt sein.
5. Abkühlen lassen, bis eine zähflüssige, dickliche Masse entsteht.
6. Die Mischung in die vorbereiteten Blumentöpfe geben und dabei darauf achten, dass der Strick mittig platziert ist. Am besten hält man diesen fest, wenn man die Masse einfüllt.
7. Im Kühlschrank einige Stunden auskühlen lassen.
8. Der geeignete Standort sollte schattig sein, damit sich der Inhalt an einem warmen Wintertag nicht erwärmt. Außerdem sollte die Futterstelle außer Reichweite von Katzen hängen.

